Programme

Artgerechte Spaltung
(ab Januar 2017)

Michael Feindler ist nicht laut. Ihn als leise zu artgerechtespaltung_plakatausschnitt
bezeichnen, wäre aber ebenso falsch. Dafür hallt das, was er auf der Bühne sagt, zu lange nach. Seit Jahren hält der Lyriker unter den Kabarettisten hartnäckig an der Behauptung fest, man dürfe dem Publikum ruhig etwas mehr zutrauen – in Hinblick auf Denkleistung, Schmerzgrenze und Empfindsamkeit. Die Sprache ist seine Waffe, die Gesellschaft der Schleifstein, an der er sie schärft. Reime und Rhythmen sind dabei kein Selbstzweck, sondern bilden den Teppich, auf dem man über alles stolpert, was darunter gekehrt wurde.
In seinem neuen Bühnenprogramm setzt sich Michael Feindler auf den Boden zwischen alle Stühle und testet, wie bequem es dort ist. Frei nach dem Motto „Bevor wir Gräben zuschütten, sollten wir sie durchwandern“, betrachtet er allerhand Abgründe, die sich zwischen Menschen auftun. Am Ende steht die Erkenntnis: Es kann uns nicht egal sein, ob eine Medaille zwei Seiten hat – selbst dann nicht, wenn wir nur die glänzende sehen.

 

Aus dem Gästebuch der Gegenwart
(seit März 2016)
Programm mit der Band Les Bummms Boys

Feindler_LesBummmsBoys_2016Der eine macht lyrisches Kabarett, die anderen machen eigensinnigen Pop’n’Roll. Der eine hat eine Gitarre, die anderen haben eine Band. Und die Mischung aus allem ist so rar wie genial. Seit sie sich 2010 das erste Mal eine Bühne am östlichen Rand von Brandenburg teilten, sind Michael Feindler und Les Bummms Boys immer wieder aufeinandergetroffen – erst regelmäßig in Dresden im Rahmen der Late-Night-Show „Spätzünder“, ab 2014 auch in Rostock im Tonstudio, um ein gemeinsames Album aufzunehmen. Nun gibt es diese Kombo endlich mit einer abendfüllenden Show!

Zwischen fein geschliffenen Worten und harten Gitarrenriffs präsentieren Michael Feindler und Les Bummms Boys einen wilden Unterhaltungsabend, an dem Tiefgrund und Abgrund manchmal nah beieinander liegen. Überraschungen sind auch für Fans der beiden garantiert!

 

Das Lachen der Ohnmächtigen
(seit Januar 2015)

Michael Feindler - Das Lachen der Ohnmächtigen
Das Programm hätte ebenso gut „Ein Abend für Gewinner“ heißen können. Denn darum geht es Michael Feindler: Er möchte sich gemeinsam mit dem Publikum darauf besinnen, wie schön es ist, auf der Gewinnerseite des Lebens gelandet zu sein. Und schön ist es immer dann, wenn es gelingt, die Seite der Verlierer auszublenden oder sie als notwendiges Übel zu betrachten. Ob es um Ausbeutung, globale Überwachung oder Selbstoptimierung bis zum Kollaps geht – letztendlich lässt sich aus allem Kapital schlagen, bestenfalls sogar menschliches.

Auf einer Gratwanderung zwischen Realität und Zynismus macht Michael Feindler in seinem neuen Bühnenprogramm deutlich: Kritik an den Verhältnissen zahlt sich nicht aus, eine Nahrungsmittelspekulation hingegen schon. Verdaulicher wird diese Feststellung durch eine feine lyrische Note und zarte musikalische Töne.

 

Dumm nickt gut
(November 2012 bis August 2015)
Regie: Theo Vagedes

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„Warum in die Ferne schweifen?“ fragte bereits Goethe, reiste aber trotzdem nach Italien. Michael Feindler ist heute konsequenter. Er geht nicht nach Pisa, um festzustellen, dass die Bildungspolitik in eine gehörige Schieflage geraten ist. Er bleibt im Land. Und zwar nicht etwa, weil das bequemer wäre. Im Gegenteil. Denn er gehört der Generation an, die zwischen Facebook, Werbeblocks und Euro-Krise langsam ahnt: Die ausgerufene Bildungsrepublik ist nur eine Fata Morgana der Wissensdurstigen.

Nach seinem preisgekrönten Debüt-Programm „Allein unter Menschen“ präsentiert Michael Feindler mit „Dumm nickt gut“ nun ein kompromissloses Stück Kabarett, das scharf und gleichzeitig feinfühlig, augenzwinkernd und doch melancholisch daherkommt. Er reimt, singt, stellt fest – und das wie immer auf seine ganz eigene Art, die selbst dann noch harmlos wirkt, wenn die wortgewaltige Waffe längst geladen ist.

 

Allein unter Menschen
(Mai 2009 bis Oktober 2012)

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Kabarett und Dichtkunst können einander ausgesprochen treffsicher ergänzen – das beweist Michael Feindler in seinem aktuellen Bühnenprogramm. Darin verknüpft er ein breites Spektrum lyrischer Texte mit zeitgenössischen Beobachtungen, klärt über alltägliche Ungereimtheiten auf und jongliert dabei mit ironischer Ernsthaftigkeit und nachdenklicher Komik. Größtenteils in Versform unternimmt er einen Streifzug durch unsere Gesellschaft und greift hin und wieder zur Gitarre, um Mitmenschen zu besingen. Auch Kritik am Publikum ist durchaus gewollt.

In „Allein unter Menschen“ lässt Michael Feindler Goethes Erlkönig über die Autobahn rasen, modernisiert alte Philosophen und inszeniert metaphorische Wortgefechte. Ungewöhnliche Liebeserklärungen wechseln sich mit politischen Anmerkungen ab und dem Zuschauer wird vor Augen geführt, wie lebensnah und abwechslungsreich Lyrik sein kann.

Michael Feindler, Träger des Karl-Marx-Poesiepreises der Stadt Trier, verbindet pointenreiche Unterhaltung gekonnt mit nachdenklichen Tönen und zeigt, wie fließend die Übergänge manchmal sind.

Wer sich auf diesen Dichter einen Reim machen möchte, sollte das Soloprogramm des Kabarettisten keinesfalls verpassen!

 

Spätzünder
Die Late-Night-Show der Herkuleskeule
(Oktober 2010 bis August 2014)


Das hat Dresden gerade noch gefehlt! Eine kabarettistische Late-Night-Show für alle, die für scharfes, politisches Kabarett und viel schwarze Satire gerne mal länger aufbleiben. Aller zwei bis drei Monate präsentieren Philipp Schaller, Erik Lehmann und Michael Feindler zusammen mit der Rostocker Band „Les Bummms Boys“ einen bissigen Spätabend rund um das politische Geschehen in unserem Land. Und von Zeit zu Zeit schauen auch andere Kleinkünstler vorbei, während das Publikum sowieso immer kräftig mitmischen darf. Der Genuss von Fruchtsäften und Alkohol ist ausdrücklich erwünscht. Schaller, Lehmann und Feindler geben es offen zu: „Wir haben Anspruch und Haltung – wollen aber auch den Applaus!“ Wer’s verschläft ist selber schuld.

Mehr Infos unter: www.spaetzuender-keule.de oder auch auf Youtube und Facebook