Michael Feindler, geboren 1989 in Münster, hatte ursprünglich vor, seine Kindheit und Jugend in einer sonnigen Weltstadt zu verbringen. 1992 zog er jedoch mit seiner Familie nach Wuppertal, wo er in den darauf folgenden Jahren regelmäßig Ideen zu Papier brachte. Hierzu zählen in erster Linie satirische, gesellschaftskritische, humoristische und zum Nachdenken anregende Gedichte, die sich in der Tradition von Autoren wie Erich Kästner und Kurt Tucholsky begreifen.
2004 gehörte Michael Feindler zu den Gründungsmitgliedern des Kabaretts „Notbremse“, mit dem er inzwischen fünf Programme geschrieben und aufgeführt hat. Daneben steht er regelmäßig bei Poetry Slams auf der Bühne, war U20-Finalist bei den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften 2007 in Berlin und qualifizierte sich in den beiden Jahren darauf für das Hauptteilnehmerfeld in Zürich bzw. Düsseldorf.
2008 und 2009 war er Preisträger des Karl-Marx-Poesie-Preises der Stadt Trier. Das Bundesverdienstkreuz hat er für 2030 fest im Visier, aber nur, um es abzulehnen.
Nach dem Abitur 2008 leistete er bis März 2009 seinen Zivildienst inmitten lebhafter Grundschüler ab, im Oktober desselben Jahres zog es ihn weiter zum Studium der Politikwissenschaften, Philosophie und Publizistik an die Freie Universität Berlin. Da er anfangs den Praxisbezug insbesondere zum ersten Fach vermisste, kamen ihm die Studentenproteste und Hörsaalbesetzungen im November gerade recht. In diesem Rahmen konnte Feindler auch seinen ersten Fernsehauftritt bei Phoenix verzeichnen.
Unter dem Titel „Rufe aus dem Publikum“ erschien am 31. März 2009 Michael Feindlers erster Gedichtband und seit Mai 2009 ist er mit seinem Soloprogramm „Allein unter Menschen – Kabarett nach Versmaß“ im deutschsprachigen Raum unterwegs. 2010 gewann er damit in Hannover den renommierten Kabarett-Nachwuchspreis "Fohlen von Niedersachsen".
Soloprogramm: "Allein unter Menschen"